Ihre Möglichkeiten nach dem Kauf
Für Waren, die über unsere Website erworben wurden, gelten die nachstehenden Regelungen zur Rückgabe, Erstattung, zum Umtausch und zur Bearbeitung von Kundenanliegen nach dem Kauf. Sie erfassen ebenso die Stornierung von Bestellungen und die Ausübung des gesetzlichen Widerrufsrechts.
Abhängig vom jeweiligen Anliegen können unterschiedliche rechtliche Voraussetzungen maßgeblich sein. Dabei unterscheiden wir insbesondere zwischen dem gesetzlichen Widerruf eines Fernabsatzvertrags, der Rückgabe aufgrund eines Produktmangels und einem Umtausch oder einer sonstigen Rückgabe im Rahmen unserer veröffentlichten Servicebedingungen.
Bei beschädigten, unvollständigen oder falsch gelieferten Waren sowie bei erheblichen Abweichungen von der vereinbarten Produktbeschaffenheit können Kunden die hierfür vorgesehenen Servicewege nutzen.
Alle Maßnahmen im Zusammenhang mit einer Rückabwicklung richten sich nach den gesetzlichen Anforderungen und den in dieser Richtlinie beschriebenen Abläufen. Die gesetzlichen Verbraucherrechte haben dabei stets Vorrang. Dies gilt auch dann, wenn einzelne Bestimmungen dieser Richtlinie im Widerspruch zu zwingenden Verbraucherschutzvorschriften stehen sollten.
Widerruf eines Fernabsatzvertrags
Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht zu, soweit keine gesetzliche Ausnahme eingreift.
Die reguläre Widerrufsfrist beträgt 14 Tage. Bei einem Kaufvertrag über eine einzelne Warenlieferung beginnt sie, sobald der Verbraucher oder eine von ihm benannte Person, die nicht als Beförderer tätig ist, die Ware erhalten hat. Voraussetzung für den regulären Fristbeginn ist außerdem die gesetzlich vorgeschriebene Unterrichtung über das Widerrufsrecht.
Werden mehrere Waren innerhalb einer einheitlichen Bestellung getrennt geliefert, ist für den Beginn der Frist der Empfang der zuletzt zugestellten Ware maßgeblich. Dasselbe gilt entsprechend, wenn eine Ware in mehreren Teilsendungen oder Stücken geliefert wird und die letzte Teilsendung beziehungsweise das letzte Stück erst später eintrifft.
Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt es, die Widerrufserklärung vor Ablauf der maßgeblichen Frist abzusenden. Der Verbraucher muss dafür keinen besonderen Grund angeben.
Ein rechtzeitig erklärter Widerruf wird nach den gesetzlichen Vorschriften abgewickelt. Eine interne Genehmigung oder vorherige Prüfung durch unseren Kundenservice ist keine Voraussetzung für seine Wirksamkeit.
Erklärung des Widerrufs und elektronische Kontaktwege
Wer seinen Kaufvertrag widerrufen möchte, muss uns seinen Entschluss durch eine eindeutige Erklärung mitteilen.
Hierfür können die auf unserer Website veröffentlichten Kontaktmöglichkeiten sowie das vorhandene Online-Kundenservicesystem verwendet werden. Auch eine auf anderem Weg übermittelte, unmissverständliche Widerrufserklärung ist ausreichend, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen eingehalten werden.
Bei Fernabsatzverträgen, die über eine Online-Benutzeroberfläche abgeschlossen werden und für die ein gesetzliches Widerrufsrecht besteht, gelten zusätzlich die gesetzlichen Vorgaben zur elektronischen Widerrufsfunktion gemäß § 356a BGB. Über diese Funktion abgegebene Erklärungen und die Bestätigung ihres Eingangs werden nach den gesetzlichen Anforderungen behandelt.
Für eine schnelle Zuordnung ist es hilfreich, in der Mitteilung die Bestellnummer, den Namen, die Kontaktdaten und die betroffenen Artikel anzugeben. Diese Informationen erleichtern die Identifizierung des Vertrags und die anschließende Bearbeitung.
Eine formell wirksame Widerrufserklärung wird jedoch nicht allein deshalb zurückgewiesen, weil freiwillig empfohlene Angaben oder Unterlagen fehlen.
Nach Abgabe des Widerrufs sind die betroffenen Waren grundsätzlich spätestens innerhalb von 14 Tagen zurückzusenden oder zu übergeben, sofern keine gesetzliche Ausnahme besteht. Die Frist ist eingehalten, wenn die Waren vor ihrem Ablauf abgesendet werden.
Die Rücksendung und die Erstattung erfolgen nach den nachstehenden Bestimmungen und den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften.
Fälle ohne gesetzliches Widerrufsrecht
Nicht jeder im Fernabsatz geschlossene Vertrag unterliegt uneingeschränkt dem gesetzlichen Widerrufsrecht. Für bestimmte Waren und Leistungen sieht das deutsche Recht ausdrücklich Ausnahmen vor.
Dies betrifft insbesondere Waren, die nicht vorgefertigt sind und deren Herstellung auf einer maßgeblichen individuellen Auswahl oder Bestimmung des Verbrauchers beruht oder die eindeutig auf dessen persönliche Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Ebenfalls ausgenommen sein können Produkte, die schnell verderben können oder deren Verfallsdatum zeitnah überschritten würde.
Bei versiegelten Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nicht zur Rückgabe geeignet sind, kann das gesetzliche Widerrufsrecht entfallen, wenn die Versiegelung nach der Lieferung entfernt wurde. Das bloße Öffnen einer gewöhnlichen Produktverpackung führt hingegen nicht automatisch zu einem Ausschluss.
Eine weitere gesetzliche Ausnahme betrifft Waren, die nach der Lieferung aufgrund ihrer Beschaffenheit untrennbar mit anderen Gütern vermischt wurden.
Darüber hinaus bleiben sämtliche weiteren gesetzlich geregelten Ausschlusstatbestände für bestimmte Waren oder Dienstleistungen maßgeblich, soweit ihre jeweiligen Voraussetzungen tatsächlich erfüllt sind.
Ob eine Ausnahme vorliegt, bestimmt sich nach der konkreten Ware, dem betreffenden Vertrag und den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen. Eine pauschale Einschränkung des Widerrufsrechts aufgrund bloßer Produktkategorien erfolgt nicht.
Unabhängig von einem möglicherweise ausgeschlossenen Widerrufsrecht bestehen gesetzliche Ansprüche wegen mangelhafter Waren weiterhin. Insbesondere bleiben die Rechte auf Nacherfüllung und unter den gesetzlichen Voraussetzungen auf Minderung, Rücktritt, Erstattung oder Schadensersatz erhalten.
Zustand zurückgesandter Artikel
Vor einer Kaufentscheidung und auch nach Erhalt einer Ware dürfen Verbraucher deren Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise in dem Umfang prüfen, der hierfür erforderlich ist.
Bei einer Rücksendung sollten die Produkte nach Möglichkeit vollständig und in ihrem ursprünglichen Zustand verpackt werden. Soweit vorhanden und für den jeweiligen Artikel relevant, empfiehlt es sich, Zubehör, Anleitungen, mitgelieferte Geschenke und Verpackungsmaterial beizufügen.
Diese Empfehlung erleichtert die Zuordnung und Bearbeitung zurückgesandter Waren. Das Fehlen der Originalverpackung oder einzelner Verpackungsbestandteile lässt ein bestehendes gesetzliches Widerrufsrecht jedoch nicht automatisch entfallen.
Ein Wertverlust kann rechtliche Folgen haben, wenn er durch einen Umgang mit der Ware entstanden ist, der über die zur Feststellung ihrer Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise notwendige Prüfung hinausgeht.
Dies kann im Einzelfall etwa bei übermäßiger Nutzung, zusätzlichen Beschädigungen, erheblichen Gebrauchsspuren, Verschmutzungen oder fehlenden Bestandteilen relevant sein.
Im Fall eines gesetzlichen Widerrufs kommt eine Verpflichtung des Verbrauchers zum Wertersatz nur unter den Voraussetzungen des § 357a BGB in Betracht. Hierzu gehört insbesondere, dass der Wertverlust auf einem nicht erforderlichen Umgang mit der Ware beruht und die vorgeschriebene Information über das Widerrufsrecht erteilt wurde.
Eine mögliche Wertminderung wird anhand der tatsächlichen Umstände beurteilt. Sie führt nicht schon für sich genommen dazu, dass ein wirksam ausgeübtes Widerrufsrecht verloren geht.
Bei freiwilligen Rückgaben außerhalb des gesetzlichen Widerrufsrechts richtet sich die Beurteilung des Warenzustands nach den hierfür geltenden Rückgabebedingungen, soweit diese wirksam vereinbart und gesetzlich zulässig sind.
Unterstützung bei mangelhaften oder fehlerhaft gelieferten Waren
Wenn eine Lieferung nicht dem geschuldeten Vertragsinhalt entspricht, stehen Verbrauchern die gesetzlichen Gewährleistungsrechte zu.
Dies gilt insbesondere bei Qualitätsmängeln, Transportschäden, fehlenden Bestandteilen, falsch gelieferten Artikeln oder erheblichen Abweichungen von der vereinbarten Produktbeschreibung. Auch andere rechtlich relevante Sachmängel werden nach den gesetzlichen Anforderungen behandelt.
In solchen Fällen können Käufer über unsere veröffentlichten Kundenservicekanäle eine Prüfung und die erforderliche Abhilfe veranlassen.
Der gesetzliche Anspruch auf Nacherfüllung umfasst nach Maßgabe der geltenden Vorschriften grundsätzlich die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Ware. Unter den gesetzlichen Voraussetzungen können außerdem eine Kaufpreisminderung, ein Rücktritt vom Kaufvertrag sowie Schadensersatz oder Ersatz vergeblicher Aufwendungen verlangt werden.
Eine Rückgabe oder ein Austausch wegen eines Sachmangels wird nicht dadurch zu einer freiwilligen Kulanzleistung, dass die Bearbeitung über unser Kundenservicesystem erfolgt.
Die gesetzlichen Ansprüche bestehen unabhängig von einem zusätzlichen freiwilligen Umtauschangebot und unabhängig davon, ob das gesetzliche Widerrufsrecht noch ausgeübt werden kann.
Meldung von Unregelmäßigkeiten bei der Zustellung
Nach der Zustellung empfehlen wir, die erhaltenen Artikel und ihre Verpackungen möglichst zeitnah zu überprüfen.
Wer feststellt, dass Waren fehlen, beschädigt sind, nicht der Bestellung entsprechen oder dass die Verpackung ungewöhnliche Beschädigungen aufweist, sollte die erkennbaren Umstände nach Möglichkeit dokumentieren.
Dazu können Fotografien der betroffenen Produkte, der Außenverpackung, der Versandetiketten sowie vorhandener Schadensstellen angefertigt und aufbewahrt werden. Auch weitere Unterlagen, die den Sachverhalt nachvollziehbar machen, können für die Bearbeitung hilfreich sein.
Eine zeitnahe Kontaktaufnahme erleichtert es uns, den Bestellverlauf mit vorhandenen Transportinformationen und den Angaben zur gelieferten Ware abzugleichen.
Bei der Prüfung berücksichtigen wir die vom Kunden übermittelten Informationen, vorhandene Logistikdaten, den tatsächlichen Zustand der Ware und die anwendbaren gesetzlichen Vorschriften.
Weder eine unterbliebene sofortige Kontrolle noch eine verspätete Mitteilung führt allein zum Verlust gesetzlicher Verbraucherrechte. Auch das Fehlen einzelner empfohlener Fotos begründet keinen automatischen Ausschluss berechtigter Gewährleistungsansprüche.
Beantragung einer Rückgabe, Erstattung oder eines Umtauschs
Für Anliegen nach dem Kauf steht das Online-Kundenservicesystem unserer Website zur Verfügung. Darüber können Anträge auf Rückgabe, Erstattung, Umtausch oder Stornierung sowie Widerrufserklärungen übermittelt werden.
Kunden sollten ihr Anliegen möglichst innerhalb der jeweils anwendbaren Frist einreichen und den Grund der Kontaktaufnahme verständlich beschreiben.
Welche Informationen für die weitere Bearbeitung benötigt werden, hängt von der Art des Antrags ab.
Zur Identifizierung einer Bestellung oder zur Prüfung eines konkreten Problems können insbesondere die Bestellnummer, ein Kaufnachweis, Bilder des Artikels, Aufnahmen des Pakets oder des Versandetiketts sowie eine Beschreibung der Beanstandung hilfreich sein.
Soweit dies sachlich erforderlich ist, können weitere mit dem Vorgang zusammenhängende Unterlagen angefordert werden.
Die bereitgestellten Informationen sollten nach Möglichkeit vollständig und zutreffend sein. Dadurch lassen sich Rückfragen und vermeidbare Verzögerungen reduzieren.
Zusätzliche Nachweise werden nur im rechtlich zulässigen und angemessenen Umfang verlangt. Eine gesetzlich wirksame Widerrufserklärung oder ein bestehender Gewährleistungsanspruch darf nicht von Unterlagen abhängig gemacht werden, die das Gesetz hierfür nicht voraussetzt.
Interne Klärung und Mitteilung des Ergebnisses
Nach Eingang eines Serviceanliegens erfolgt die Bearbeitung unter Berücksichtigung des jeweiligen Vertrags, des geltend gemachten Anspruchs und der verfügbaren Informationen.
Abhängig von der Art des Antrags können dabei der Bestellstatus, die Beschaffenheit der Ware, der geschilderte Sachverhalt und die rechtlichen Voraussetzungen berücksichtigt werden.
Sind für eine sachgerechte Prüfung weitere Angaben notwendig, informieren wir den Kunden zeitnah darüber.
Das Ergebnis der Bearbeitung wird über die vom Kunden angegebenen Kontaktmöglichkeiten mitgeteilt.
Für Rückgaben außerhalb zwingender gesetzlicher Ansprüche kann eine vorherige Abstimmung erforderlich sein, damit die Rücksendung richtig zugeordnet und verarbeitet wird.
Wird eine Ware ohne vorherige Abstimmung zurückgeschickt, können sich daraus organisatorische Verzögerungen ergeben. Eine solche Vorgehensweise macht jedoch einen rechtzeitig und wirksam erklärten gesetzlichen Widerruf nicht unwirksam. Auch sonstige zwingende gesetzliche Verbraucherrechte bleiben davon unberührt.
Organisation der Warenrücksendung
Geht bei uns eine Rückgabeanfrage oder eine Widerrufserklärung ein, stellen wir die erforderliche Rücksendeanschrift beziehungsweise die für den jeweiligen Vorgang maßgeblichen Rücksendeinformationen zeitnah zur Verfügung.
Die Ware sollte unter Beachtung dieser Versandinformationen zurückgesandt und für den Transport angemessen geschützt werden. Eine geeignete Verpackung hilft, zusätzliche Beschädigungen auf dem Rückweg zu vermeiden.
Wir empfehlen, für den Rücktransport eine nachverfolgbare Versandart zu verwenden und die Sendungsnummer sowie den Einlieferungsbeleg aufzubewahren.
Auch vorhandene Fotos der zurückgesandten Ware oder ihrer Verpackung können bis zum Abschluss des Vorgangs als Nachweis hilfreich sein.
Diese Empfehlungen dienen der sicheren Abwicklung und der besseren Nachvollziehbarkeit des Rücktransports. Sie stellen keine zusätzlichen gesetzlichen Voraussetzungen für die Wirksamkeit des Widerrufs dar.
Das gesetzliche Risiko der Rücksendung im Falle eines wirksamen Verbraucherwiderrufs verbleibt nach den einschlägigen Vorschriften beim Unternehmer.
Wer die Rücksendekosten übernimmt
Bei Rückgaben, welche die Voraussetzungen dieser Rückgaberichtlinie erfüllen, übernehmen wir die Kosten des Rückversands.
Kunden müssen für solche berechtigten Rücksendungen keine Versandkosten tragen.
Beruht die Rückgabe auf einem Qualitätsmangel, einer Beschädigung beim Transport, einer unvollständigen oder falschen Lieferung, einer erheblichen Abweichung von der geschuldeten Produktbeschaffenheit oder einem anderen von uns zu verantwortenden Umstand, tragen wir die erforderlichen Rücksendekosten ebenfalls.
Zusätzliche Bearbeitungsentgelte oder gesonderte Rückgabegebühren werden von uns nicht erhoben.
Die Kostenregelung gilt unabhängig von gesetzlichen Ansprüchen auf kostenfreie Nacherfüllung. Soweit die gesetzlichen Gewährleistungsbestimmungen eine Kostenübernahme vorschreiben, werden die entsprechenden notwendigen Aufwendungen nach diesen Vorschriften getragen.
Rückzahlung nach einem gesetzlichen Widerruf
Bei einem wirksamen gesetzlichen Widerruf erstatten wir die nach den gesetzlichen Vorschriften zurückzugewährenden Zahlungen unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 14 Tagen nach Eingang der Widerrufserklärung.
Die Rückzahlung erfolgt grundsätzlich über dasselbe Zahlungsmittel, das der Verbraucher bei der ursprünglichen Zahlung eingesetzt hat. Eine andere Erstattungsart kommt nur in Betracht, wenn der Verbraucher ihr ausdrücklich zugestimmt hat und die gesetzlichen Voraussetzungen gewahrt bleiben.
Für die Durchführung dieser Erstattung berechnen wir dem Verbraucher keine Gebühren.
Bei einem Kaufvertrag, der die Rücksendung von Waren erfordert, können wir die Rückzahlung im gesetzlich zulässigen Umfang zurückhalten, bis wir die Ware zurückerhalten haben oder der Verbraucher einen Nachweis über ihre Rücksendung erbracht hat. Maßgeblich ist der jeweils frühere Zeitpunkt.
Dieses Zurückbehaltungsrecht besteht nicht, soweit wir angeboten haben, die Waren selbst abzuholen oder die gesetzlichen Voraussetzungen für ein Zurückbehalten der Erstattung anderweitig nicht vorliegen.
Bei einem vollständigen Widerruf sind neben den erstattungsfähigen Warenpreisen grundsätzlich auch die ursprünglichen Lieferkosten zurückzuzahlen.
Hat der Verbraucher ausdrücklich eine teurere Lieferart als die von uns angebotene günstigste Standardlieferung gewählt, besteht für die daraus entstandenen zusätzlichen Lieferkosten kein gesetzlicher Erstattungsanspruch.
Nach der Veranlassung der Rückzahlung kann die sichtbare Gutschrift je nach den technischen Abläufen der Bank, des Kartenherausgebers oder des Zahlungsdienstleisters unterschiedlich lange dauern. Die gesetzlich vorgeschriebenen Fristen für unsere Rückzahlungsverpflichtung bleiben davon unberührt.
Erstattungsbetrag bei einzelnen zurückgegebenen Artikeln
Betrifft eine berechtigte Rückgabe nur einen Teil der Bestellung, wird die Höhe der Rückzahlung anhand der tatsächlich betroffenen Waren und des jeweiligen rechtlichen Anspruchs bestimmt.
Dabei können insbesondere der zu erstattende Warenwert, der Zustand der zurückgegebenen Artikel, der Umfang der Vertragsrückabwicklung sowie gesetzlich zulässige Wertminderungen von Bedeutung sein.
Die Behandlung ursprünglicher Lieferkosten bei einer teilweisen Rückabwicklung richtet sich nach den dafür geltenden gesetzlichen und vertraglichen Voraussetzungen.
Soweit ein Wertersatzanspruch rechtlich besteht, kann dieser bei der Abrechnung berücksichtigt werden.
Gebrauchsspuren, Beschädigungen, Verschmutzungen, fehlende Zubehörteile oder nicht zurückgesandte mitgelieferte Gegenstände begründen jedoch nicht automatisch einen pauschalen Abzug.
Im Rahmen des gesetzlichen Widerrufsrechts ist insbesondere zu prüfen, ob eine tatsächliche Wertminderung vorliegt, die durch einen über die notwendige Warenprüfung hinausgehenden Umgang verursacht wurde, und ob die weiteren gesetzlichen Voraussetzungen für Wertersatz erfüllt sind.
Ein bloß eingeschränkter Wiederverkaufswert ohne die erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen genügt nicht, um den gesetzlichen Erstattungsanspruch zu kürzen.
Bei einer Rückabwicklung aufgrund eines Sachmangels gelten die gesetzlichen Gewährleistungs- und Rücktrittsvorschriften. Eine dort nicht vorgesehene Wertminderung wird nicht allein aufgrund einer allgemeinen Rückgaberegelung angesetzt.
Umtausch und Ersatzlieferung
Besteht nach den anwendbaren Bedingungen ein Anspruch auf Umtausch oder wird eine entsprechende Umtauschmöglichkeit eingeräumt, bearbeiten wir das Anliegen nach Prüfung der maßgeblichen Voraussetzungen.
Bei einem berechtigten Umtauschantrag wird nach positiver Klärung die erforderliche Ersatzlieferung organisiert.
Ist die gewünschte Ware nicht mehr auf Lager, wurde sie aus dem Sortiment genommen oder kann sie aus anderen tatsächlichen Gründen nicht bereitgestellt werden, prüfen wir die in Betracht kommenden Lösungen.
Abhängig vom Einzelfall können eine Erstattung, die einvernehmliche Lieferung eines anderen Artikels oder eine sonstige angemessene Regelung angeboten werden.
Eine abweichende Ware wird nicht ohne die gegebenenfalls erforderliche Zustimmung des Kunden als Erfüllung der ursprünglichen Verpflichtung geliefert.
Die Dauer einer Ersatzlieferung hängt von der Warenverfügbarkeit, der erforderlichen Bestellbearbeitung und den tatsächlichen Transportabläufen des beauftragten Beförderungsunternehmens ab.
Soweit der Kunde einen gesetzlichen Anspruch auf Nacherfüllung wegen eines Sachmangels geltend macht, bleiben die hierfür geltenden Vorschriften einschließlich der Anforderungen an die Durchführung innerhalb angemessener Frist und ohne erhebliche Unannehmlichkeiten für den Verbraucher maßgeblich.
Stornierung vor und nach dem Versand
Wer eine Bestellung vor ihrer Ausführung stornieren möchte, sollte sich möglichst frühzeitig über die veröffentlichten Kundenservicekanäle mit uns in Verbindung setzen.
Befindet sich die Bestellung noch vor dem Beginn der internen Bearbeitung oder wurde die Ware noch nicht versandt, bemühen wir uns nach den tatsächlichen organisatorischen Möglichkeiten um die gewünschte Aufhebung.
Ist die Stornierung rechtlich und tatsächlich möglich, erfolgt eine gegebenenfalls geschuldete Rückzahlung grundsätzlich über das ursprünglich eingesetzte Zahlungsmittel.
Wurde die Bestellung bereits bearbeitet, versandt oder zugestellt, richtet sich die weitere Abwicklung nach den für den betreffenden Vorgang geltenden Rückgabe-, Widerrufs- und Erstattungsbestimmungen.
Die Möglichkeit einer freiwilligen Stornierung ist vom gesetzlichen Widerrufsrecht zu unterscheiden. Ein nach dem Gesetz bestehendes Widerrufsrecht kann auch dann ausgeübt werden, wenn die Ware bereits versandt wurde oder sich der Bestellvorgang in einem fortgeschrittenen Bearbeitungsstadium befindet.
Ob zusätzliche Ansprüche auf Aufhebung oder Rückabwicklung bestehen, richtet sich nach den maßgeblichen gesetzlichen und vertraglichen Voraussetzungen.
Nicht zugestellte, verweigerte oder zurückgesandte Pakete
Es kann vorkommen, dass eine Sendung den vorgesehenen Empfänger nicht erreicht oder an den Absender zurückbefördert wird.
Mögliche Ursachen sind unzutreffende Lieferadressen, ungültige Kontaktinformationen, fehlgeschlagene Zustellversuche, eine verweigerte Annahme oder andere Umstände außerhalb unseres Verantwortungsbereichs.
In solchen Fällen prüfen wir die verfügbaren Angaben zum Bestellstatus und zum tatsächlichen Transportverlauf.
Anhand der Rückmeldungen des Beförderungsunternehmens, der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften und dieser Rückgabe- und Erstattungsbedingungen stimmen wir mit dem Kunden eine sachgerechte Behandlung des Vorgangs ab.
Soweit eine fehlgeschlagene Zustellung rechtlich durch den Kunden zu vertreten ist, können daraus entstandene angemessene und nachweisbare Zusatzkosten berücksichtigt werden. Eine solche Kostenverantwortung besteht nur, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Die bloße Nichtannahme eines Pakets ist nicht in jedem Fall mit einer eindeutigen gesetzlichen Widerrufserklärung gleichzusetzen. Ein tatsächlich wirksam erklärter Widerruf wird unabhängig davon nach den hierfür geltenden Vorschriften behandelt.
Gesetzliche Rückzahlungsansprüche und die beim Verbrauchsgüterkauf geltenden Regelungen über die Gefahrtragung werden durch diese Bestimmungen nicht eingeschränkt.
Schutz vor missbräuchlichen Serviceanträgen
Unsere Rückgabe- und Serviceleistungen sind für die ordnungsgemäße Bearbeitung berechtigter Kundenanliegen vorgesehen.
Liegen konkrete Anhaltspunkte für vorsätzlich falsche Angaben, betrügerische Erstattungsforderungen, missbräuchliche Rücksendungen oder vergleichbare unzulässige Verhaltensweisen vor, kann eine zusätzliche Überprüfung des betreffenden Vorgangs erforderlich sein.
Soweit rechtlich zulässig, können unbegründete Anträge abgelehnt, freiwillige Serviceleistungen ausgesetzt oder weitere angemessene Maßnahmen zum Schutz vor Missbrauch ergriffen werden.
Die Prüfung hat sich nach den tatsächlichen Umständen und der jeweils anwendbaren Rechtslage zu richten.
Eine berechtigte Rückgabe, die Ausübung des gesetzlichen Widerrufsrechts oder die Geltendmachung von Gewährleistungsrechten stellt für sich genommen keinen Missbrauch dar.
Gesetzlich geschützte Ansprüche dürfen auch bei einem bestehenden Prüfbedarf nicht ohne entsprechende rechtliche Grundlage verweigert oder eingeschränkt werden.
Rechtlicher Vorrang und zukünftige Anpassungen
Die in dieser Richtlinie beschriebenen Rückgabe-, Erstattungs-, Umtausch- und Serviceverfahren gelten innerhalb des gesetzlichen Rahmens.
Insbesondere bleiben das gesetzliche Widerrufsrecht, die Gewährleistungsansprüche wegen Sachmängeln, Rechte auf Nacherfüllung, Minderung und Rücktritt sowie gesetzliche Erstattungs- und Schadensersatzansprüche uneingeschränkt bestehen.
Dasselbe gilt für weitere zwingende Verbraucherrechte, soweit sie auf das jeweilige Vertragsverhältnis anwendbar sind.
Eine freiwillig gewährte Rückgabe- oder Umtauschmöglichkeit ersetzt keine gesetzliche Rechtsposition. Ebenso wird die gesetzliche Sachmängelhaftung nicht durch interne Serviceprüfungen oder etwaige freiwillige Garantieleistungen begrenzt.
Sollte eine Bestimmung dieser Richtlinie mit zwingenden gesetzlichen Vorschriften unvereinbar sein, gelten an ihrer Stelle die entsprechenden gesetzlichen Regelungen.
Änderungen der Rechtslage, neue Plattformanforderungen, betriebliche Anpassungen oder Änderungen der internen Rückgabe- und Serviceabläufe können eine Überarbeitung dieser Richtlinie erforderlich machen.
Die aktualisierten Bestimmungen werden auf unserer Website veröffentlicht und gelten ab ihrer Veröffentlichung für zukünftige Sachverhalte, soweit sie rechtlich wirksam Anwendung finden.
Eine solche Änderung hat keine rückwirkende Einschränkung bereits entstandener Verbraucherrechte zur Folge. Ebenso bleiben Ansprüche aus zuvor wirksam geschlossenen Verträgen bestehen, soweit keine gesetzlich zulässige Grundlage für eine abweichende Behandlung vorliegt.